Wann kann ich einen Baum beziehen und wann sollte er gepflanzt werden?

Nacktwurzlige Bäume sowie grosse ballierte Bäume roden wir ab Blattfall im November. Sie sind ab Mitte November erhältlich und sollten bis Anfangs April gepflanzt werden. 

Jungbäume im Topf (mit Erde) können jederzeit gepflanzt werden, aber bei Pflanzungen nach April ist der Baum im ersten Jahr anfälliger auf Trockenheit.

 

Welcher Baum ist der richtige für mich?

Die Nussbaumschule berät Sie als Profi gerne in der Sortenfrage. Es gibt aber ein paar Fragen, die sich bereits vorgängig stellen sollten.

Baumgrösse: Je grösser der Baum ist, desto früher gibt er Nüsse. Jedoch braucht er länger, um sich vom Verpflanzungsschock zu erholen als junge Ruten. Letztere holen den Rückstand meistens innerhalb von 5-7 Jahren auf.

Platzbedarf: Es gibt laterale Sorten, die auch an den Seitenknospen des einjährigen Holzes Nüsse geben. Diese Bäume geben früher Nüsse und werden weniger gross als terminal tragende Sorten. Letztere fruchten nur an den Endknospen. Dafür entstehen daraus grosse Bäume. Für einen lateralen Baum werden ungefähr 50 m2 benötigt, für terminale Bäume die doppelte Fläche.

Krankheitsanfälligkeit als wichtiges Kriterium. So sind beispielsweise die roten Nüsse sehr interessant, aber auch anfälliger. In regnerischen Jahren kann der Anteil Ausschussnüsse grösser sein. Wer keinen  Pflanzenschutz machen möchte und darf (Privatgärten), der sollte auf eine robuste Sorte setzen.

Frostrisiko: Ab Knospenaustrieb erfrieren Nussbäume, wenn es kälter als -2 Grad wird. Sie treiben wieder aus, aber geben in dem Jahr keine Nüsse. Spätaustreibende Sorten sind geringem Risiko ausgesetzt, während die roten Sorten das grösste Erfrierungsrisiko haben.

Wasserversorgungsmöglichkeit: Schrumpfanfällige Sorten wie Lara und insbesondere Mars sind auf eine gute Wasserversorgung im Sommer angewiesen, damit nicht zu viele Schrumpfkerne entstehen.

Resistente Unterlage: Ist immer dann zu empfehlen, wenn früher schon einmal Bäume am gleichen Ort gestanden haben oder Anzeichen auf leichte Staunässe vorhanden sind.

 

Gute und ungeeignete Standorte

Staunässe: Der Walnuss mag keine Staunässe. Am besten testet man dies, indem man im Herbst ein 50 cm loch aushebt. Bleibt dort das Wasser länger als 2 Tage stehen, ist der Standort ungeeignet. geeignet sind gut sickerbare Böden.

Trockenheit: Bei sehr leichten Böden (Kies, Sand) ist das Risiko ohne Bewässerung gross, dass der Wuchs zurückbleibt und geschrumpfte Kerne entstehen.

Je tiefer der Wurzelhorizont, desto besser der Wuchs und Ertrag. Aber Nussbäume produzieren auch auf Sandstein mit 30 cm Humusauflage Nüsse.

Nachpflanzung: Unsere Erfahrung zeigt, dass ein Nussbaum selten gut wächst, wo vorher ein Nussbaum abstarb. Gründe sind Nematoden oder Bodenpilze. Am besten wählt man einen neuen Standort. Geht das nicht, so sollte man mit dem Bagger alle Wurzeln des alten Baumes entfernen und erst nach 2-3 Jahren einen neuen Baum pflanzen. Mit unseren neuen Krankheitsresistenten Unterlagen kann aber auch eine direkte Nachpflanzung gelingen.

 

Schritte für eine gute Baumentwicklung

Oben erwähnte Standortbedingungen sind Grundvoraussetzung für eine gute Entwicklung der Nussbäume. Genauso wichtig ist aber das richtige Pflanzen und die Pflege danach. Der Nussbaum ist Nährstoffbedürftig und kann sich nur gut Entwickeln, wenn die Wurzeln in den ersten 5 Jahren keine Konkurrenz durch Bewuchs hat. Mehr Infos finden sie in unseren beiden folgenden Anleitungen. Nur wer sich an diese hält, bekommt von uns im Falle von absterbenden Bäumen einen kostenlosen Ersatz.

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Pflanzanleitung Walnussbäume
Pflanzanleitung für Walnussbäume. S. 1 d
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Pflegeanleitung für Walnussbäume
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